Frauen in der Spitze

Der Fachkräftemangel ist die große Herausforderung für unser Land im demografischen Wandel. Die Frage ist: Wer macht morgen die Arbeit? Bis 2025 werden uns rund 6,5 Millionen Erwerbstätige fehlen, wenn wir jetzt nicht handeln.

Wir brauchen deshalb alle Talente. Ein riesiges Potenzial schlummert bei den Frauen. Ein Viertel der Frauen im erwerbsfähigen Alter ist nicht berufstätig, in der Summe rund sechs Millionen. Viele von ihnen würden gerne arbeiten oder von Teilzeit auf Vollzeit wechseln, wenn es sich mit der Familie vereinbaren ließe.
Der Wille ist da, die Strukturen hinken allerdings vielerorts hinterher. Ob bei Ganztagsschulen oder dem Kitaausbau – die Politik ist noch lange nicht am Ziel. Vor allem müssen die Unternehmen umdenken und mehr familienfreundliche Arbeitsplätze anbieten.

Wir brauchen Frauen nicht nur in der Breite, sondern auch in der Spitze. Mehr als 50 Prozent aller Hochschulabsolventen sind weiblich. Trotzdem lag der Frauenanteil in den Vorständen der 330 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands im letzten Jahr bei kläglichen 2,7 Prozent. Die freiwillige Selbstverpflichtung, die die deutsche Wirtschaft eingegangen ist, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen, war ein Schlag ins Wasser.

Es führt kein Weg an verbindlichen, messbaren und ehrgeizigen Zielen vorbei. Wir können es uns nicht länger leisten, die Hälfte unserer Talente zu ignorieren. Das TOTAL E-QUALITY Prädikat für die Chancengleichheit der Geschlechter kann helfen, die überfälligen Veränderungen anzustoßen – jetzt und nicht irgendwann. Dann kann unser Land ein Land der neuen Chancen werden.

Dr. Ursula von der Leyen
Bundesministerin für Arbeit und Soziales

Prädikatsträger

Für beispielhaftes Handeln im Sinne einer an Chancengleichheit ausgerichteten Personalführung vergibt der Verein jährlich das TOTAL E-QUALITY Prädikat. Alle Prädikatsträger mit einem aktuell gültigen Prädikat finden Sie hier.

 


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